Pressemitteilungen - Archiv 2025

Wahlalter ab 16 für NRW kommt

18.12.2025

Bei den nächsten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen werden erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren ihre Stimme abgeben können. Eine entsprechende Verfassungsänderung haben die Regierungsfraktionen von CDU und GRÜNEN gemeinsam mit der demokratischen Opposition aus SPD und FDP am 17. Dezember im Landtag beschlossen. Damit wird ein langjähriges politisches Ziel der GRÜNEN Realität.

Dazu erklärt Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete:

„Mit der Absenkung des Wahlalters sorgen wir für Generationengerechtigkeit und mehr politische Mitbestimmung. Ob in Jugendverbänden, als Schülersprecher*innen oder bei Demonstrationen: junge Menschen gestalten bereits heute aktiv mit und bringen sich in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess ein. Es ist vor allem ihre Zukunft, die heute in den Parlamenten entschieden wird. Damit ist es nur folgerichtig, dass sie zukünftig auch bei Landtagswahlen ihre Stimme abgeben können.“

Zum Hintergrund:

Die Grünen in NRW setzen sich schon seit Jahren dafür ein, dass junge Menschen ab 16 Jahren auch bei den Landtagswahlen mitwählen dürfen. Die Absenkung des Wahlalters ist im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen vereinbart und wird nun mit breiter Unterstützung umgesetzt. Damit folgt Nordrhein-Westfalen dem Beispiel anderer Bundesländer und der bereits bei Kommunalwahlen in NRW lange geübten Praxis.

Nachdem der gemeinsame Gesetzentwurf zur Änderung der Landesverfassung im Oktober in erster Lesung eingebracht wurde, fand zunächst eine Sachverständigenanhörung im zuständigen Hauptausschuss statt. Die abschließende Lesung im Landtag sowie der Gesetzesbeschluss fanden nun am 17. Dezember statt.

Bei Europa- und Kommunalwahlen dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren wählen. Für die Landtagswahlen in NRW war dies bislang nicht möglich. Frühere Versuche zur Absenkung des Wahlalters scheiterten 2016 und 2022 an der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit.

Die Änderung des Wahlalters umfasst das aktive Wahlrecht. Das bedeutet, dass 16-Jährige bei der nächsten Landtagswahl wählen dürfen. Das passive Wahlrecht ist weiterhin an die Volljährigkeit geknüpft. Die nächste planmäßige Landtagswahl in NRW findet im Jahr 2027 statt.

152 Millionen Euro für Münster aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur des Landes

23.10.2025

Nordrhein-Westfalen startet das größte Investitionsprogramm seiner Geschichte: Mit dem "Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur" investiert die schwarz-grüne Landesregierung in den nächsten zwölf Jahren 31,2 Milliarden Euro in Infrastruktur, Kommunen und die Bildung unserer Kinder. Münster profitiert unmittelbar von einer pauschalen Zuweisungen in Höhe von 152 Millionen Euro sowie von neuen Förderprogrammen.

Dazu Dorothea Deppermann und Robin Korte, Grüne Landtagsabgeordnete aus Münster:

"Über 152 Millionen Euro zusätzliche Investitionsmittel sind eine wirklich gute Nachricht für Münster. Das Investitionsprogramm des Landes bringt uns mehr Handlungsspielraum für die Gestaltung unserer Stadt. Ob für Schulen und Kitas, Straßen und Radwege oder zur energetischen Sanierung von Gebäuden - die zusätzlichen Mittel kann Münster gut nutzen und damit wichtige Investitionen tätigen."

Zum Hintergrund:

Von dem Nordrhein-Westfalen-Plan geht ein Großteil der Mittel an die Kommunen - sie erhalten insgesamt 21,3 Milliarden Euro für Investitionen. Knapp die Hälfte der Mittel wird ihnen pauschal zugewiesen. Damit sorgt die schwarz-grüne Landesregierung dafür, dass die Mittel möglichst einfach und bürokratiearm zur Verfügung stehen und schnell ihre Wirkung entfalten.

Zusätzlich zu dieser Pauschalzuweisung setzt das Land neue Förderprogramme auf und garantiert bestehende Förderprogramme, von denen die Kommunen profitieren.

Darüber hinaus garantiert die schwarz-grüne Koalition den Kommunen die Höhe der Investitionspauschalen aus dem Gemeindefinanzierungsgesetz für die nächsten zwölf Jahre und damit weitere 27,6 Milliarden Euro an Investitionsmitteln. Sollten die Steuereinnahmen in NRW in Folge der aktuellen Wirtschaftslage sinken, werden die Pauschalen aus Mitteln des Landeshaushalts aufgestockt.

Zudem entlastet die Landesregierung die Kommunen durch die landesseitige Übernahme kommunaler Altschulden. Insgesamt investiert das Land rund 60 Milliarden Euro in den nächsten zwölf Jahren, wovon rund 50 Milliarden Euro den Kommunen zugutekommen.

Grüne setzen sich für eine gute Ausstattung der Sicherheitsbehörden in Münster ein

01.08.2025

Die Grünen in Münster betonen die Bedeutung einer gut ausgestatteten Polizei, um die Sicherheit in unserer Stadt für alle Menschen zu gewährleisten. Aus einer aktuellen Information des Innenministeriums geht hervor, dass die Ausstattung des Polizeipräsidiums Münster sich seit der letzten Landtagswahl 2022 verbessert hat. So verfügte das Polizeipräsidium im Jahr 2024 insgesamt über 382 Fahrzeuge (2022 waren es 324). Insbesondere in zivile Funkstreifenwagen (+11%), Kriminalsonderwagen (+150%) und Gruppenkraftwagen (+100%) wurde investiert.

"Sicherheit ist ein Grundrecht, das wir schützen müssen. Eine gute Ausstattung der Polizei ist unerlässlich, um auf unterschiedliche Herausforderungen schnell und effektiv reagieren zu können.", erklärt Dorothea Deppermann, Landtagsabgeordnete der Grünen für Münster und Coesfeld. "Nur wenn die Polizei die nötigen Mittel hat, kann sie ihre Aufgaben professionell erfüllen."

Tilman Fuchs, Oberbürgermeisterkandidat der Grünen Münster ergänzt: "Unser Ziel ist es, dass sich alle Menschen in Münster sicher fühlen können. Dafür ist eine angemessene Ausstattung der Sicherheitsbehörden ein wichtiger Baustein. Deshalb wollen wir auch auf kommunaler Ebene die Ausstattung des Ordnungsamtes verbessern und in den Gewaltschutz investieren."

© Paul Metzdorf

Gibt es genügend Hausärztinnen und Hausärzte in meiner Region? Neues Dashboard bietet transparenten Überblick!

28.07.2025

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt ab sofort ein Online-Tool zur Verfügung, das Bürgerinnen und Bürgern eine transparente Übersicht über die vertragsärztliche Versorgung in ihrer Region bietet.

Das Dashboard "Vertragsärztliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen: Bedarfsplanung" zeigt auf einen Blick, ob ausreichend Hausärzte und Fachärzte in Havixbeck und Umgebung tätig sind und wo noch Niederlassungsmöglichkeiten bestehen.

Auf dem Havixbecker Wochenmarkt wurde die Landtagsabgeordnete Dorothea Deppermann (Bündnis 90/Die Grünen) mehrfach auf die Problematik der ärztlichen Versorgung angesprochen. Sie sagte dazu: "Viele Bürgerinnen und Bürger machen sich Sorgen um die medizinische Versorgung in unserer Region." und betonte: "Das neue Dashboard ist ein wertvolles Instrument, um diese Sorgen ernst zu nehmen und gezielt an Lösungen zu arbeiten." Weiter fügte sie hinzu: "Transparente Daten sind dabei ein entscheidender Baustein, um die Versorgungssituation kontinuierlich zu verbessern."

Das Angebot basiert auf den Bedarfsplanungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe und wurde grafisch aufbereitet, um eine einfache Handhabung zu gewährleisten. Das Dashboard ist ab sofort unter https://url.nrw/dashboard.lfga online verfügbar und bietet eine wertvolle Orientierungshilfe für alle, die sich über die medizinische Versorgung in Havixbeck informieren möchten.

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Wir müssen die rechtsextreme und islamistische Radikalisierung aufhalten

10.04.2025

Zum heute vorgestellten NRW-Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2024 erklärt Dorothea Deppermann, Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz der Grünen Landtagsfraktion NRW:

"Der massive Anstieg politisch rechts motivierter Straftaten zeigt, dass die größte Gefahr für unsere Demokratie weiterhin vom Rechtsextremismus ausgeht. Die rechtsextreme Szene tritt immer offener und offensiver mit rassistischen Parolen auf. Sie versucht gezielt unter Frauen und Jugendlichen neue Mitglieder zu rekrutieren. Ein Grund für den starken Anstieg rechtsextremer Straftaten ist laut Verfassungsschutzbericht die polarisierte gesellschaftliche Debatte zum Thema Migration. Alle Demokratinnen und Demokraten sind in der Pflicht rechtsextremen und rassistischen Narrativen zu widersprechen und eine Normalisierung zu verhindern. Es ist Aufgabe der Sicherheitsbehörden konsequent gegen den Rechtsextremismus – auch im digitalen Raum – vorzugehen.

Die Anschläge der vergangenen Monate zeigen die zunehmende Gefahr durch den Islamismus – auch in NRW. Insbesondere das Erstarken des IS, der zu Anschlägen in Deutschland und Europa aufruft, erhöht die Gefährdungslage deutlich. Islamisten versuchen sowohl online als auch in den Fußgängerzonen insbesondere junge Menschen zu erreichen. Wir brauchen bessere Erkenntnisse über Radikalisierungsprozesse – gerade auch im Internet, damit die Sicherheitsbehörden frühzeitig eingreifen können. Wichtig ist, dass die Sicherheitsbehörden länderübergreifend eng zusammenarbeiten.

Die hohe Zahl von Straftaten und die Verbreitung von Hass und Hetze im Internet zeigen, dass die jetzigen Strukturen nicht dazu führen, dass gegen Verstöße konsequent vorgegangen wird. Wir setzen uns auf Bundes- und Europaebene für eine Verschärfung des Digital Services Act ein. In NRW sind wir Vorreiter mit dem Projekt ‚Verfolgen statt nur löschen‘, bei dem die Landesmedienanstalt, Staatsanwaltschaft und Polizei eng zusammenarbeiten, um Straftaten konsequent zu verfolgen und den digitalen Raum von diesen zu befreien.

Akteure aus dem Ausland sind zunehmend auch in NRW aktiv. Sie versuchen Technologien auszuspähen, mit technischen Mitteln in die Netzwerke von Firmen und Kommunen einzudringen oder unsere Infrastruktur anzugreifen. All dies geschieht durch Gruppierungen oder auch Einzelpersonen, die für die Staaten handeln oder von ihm beauftragt wurden. Durch technischen Fortschritt hat sich auch die Gefahr durch den Einsatz von Drohnen massiv erhöht. Die Einflussversuche auf Wahlen in Deutschland seitens ausländischer Staaten wie Russland müssen wir sehr ernst nehmen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Organisationen oder auch ausländische Staaten unsere Debatten vergiften oder durch Desinformationen gezielt versuchen, unsere Demokratie zu destabilisieren."

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Rechtsextreme Straftaten in Münster

Deppermann: "93 rechtsextreme Straftaten in Münster im Jahr 2024 - Der Rechtsextremismus ist eine große und wachsende Gefahr für unsere Demokratie."

24.03.2025

Die Polizei hat im Jahr 2024 in Münster 93 politisch rechts motivierte Straftaten erfasst. Im vorherigen Jahr 2023 waren es noch 62 politisch rechts motivierte Straftaten (im Jahr 2021 sogar nur 41). Die Zahlen hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen beim nordrhein-westfälischen Innenministerium abgefragt. Landesweit sind die politisch rechts motivierten Straftaten in NRW um rund 59 Prozent auf einen Höchststand von 5.641 Straftaten seit der Einführung des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes zur politisch motivierten Kriminalität gestiegen (2023 waren es 3.549).

"Die hohe Zahl der rechtsextrem motivierten Straftaten ist alarmierend. Es ist beschämend und muss ein Weckruf sein, dass auch hier bei uns in Münster die Zahl der Taten gestiegen ist", sagt Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz. "Neben einer konsequenten Strafverfolgung müssen wir uns alle Hass und Hetze immer und überall entgegenstellen. Bei uns in Münster darf kein Platz für Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sein."

In ganz NRW ist die Zahl antisemitischer Straftaten massiv um 27 Prozent (547 in 2023, 695 in 2024) gestiegen. Es wurden 26 Prozent (269 in 2023, 338 in 2024) mehr islamfeindliche Straftaten verübt und 68 Prozent mehr queerfeindliche Straftaten erfasst (121 in 2023, 203 in 2024).

"Jeden Tag werden in NRW 15 rechtsextreme Straftaten begangen. Seit 2001 das Erfassungssystem für politisch motivierte Kriminalität eingeführt wurde, hat es nie so dramatisch hohe Zahlen gegeben wie heute", sagt Deppermann weiter. "Das zeigt: Der Rechtsextremismus ist weiterhin die größte und eine wachsende Gefahr für unsere Demokratie. Diese Angriffe treffen unsere Mitmenschen, Kollegen und Freunde. Wir müssen als Gesellschaft diese Gewalt und Menschenfeindlichkeit stoppen. Hierbei muss uns auch klar sein: Der Rechtsextremismus kommt heutzutage nicht mehr nur in Bomberjacke und Springerstiefel daher, sondern auch mit subtilen Freizeitangeboten."

Die Grüne Landtagsfraktion erfragt seit 2011 jährliche Details zur politisch motivierten Kriminalität rechts sowie zu einzelnen Phänomen der Hasskriminalität ab. Hier eine Kurzauswertung für ganz NRW für das 2024:

Politisch rechts motivierte Kriminalität (PMK Rechts) 2024

  • Anstieg von 3.549 Straftaten in 2023 auf 5.641 in 2024
  • Gewalttaten gestiegen (2023: 116, 2024: 154)
  • Die meisten Gewalttaten sind Körperverletzungsdelikte: 145 von 154 (94%)
  • Anstieg der Hasskriminalität von 1.432 auf 2.049 (43%)
  • Starke Zunahme an Straftaten gegen den Staat, seine Einrichtungen und Symbolik von 499 auf 1.611 (223%)

Antisemitische Straftaten 2024

  • Anstieg von 547 in 2023 auf 695 im Jahr 2024 (27%)
  • Etwa 50% der Straftaten werden der PMK Rechts zugeordnet. 22% der Straftaten werden der PMK ausländische Ideologie sowie 14% der PMK religiöse Ideologie zugeordnet. In den vorherigen Jahren waren die antisemitischen Straftaten immer zum größten Teil der PMK Rechts zugeordnet.
  • Es gab 16 Gewaltdelikte. 2,3% aller antisemitischen Straftaten sind Gewalttaten.

Islamfeindliche Straftaten 2024

  • Anstieg von 269 in 2023 auf 338 in 2024 (26%)
  • Die meisten Straftaten werden der PMK Rechts zugeordnet (80%).
  • Es gab 14 Gewaltdelikte. 4% aller islamfeindlichen Straftaten sind Gewalttaten.

Flüchtlingsfeindliche Straftaten 2024

  • Anstieg von 258 in 2023 auf 279 in 2024 (8%)
  • Die meisten Straftaten werden der PMK Rechts zugeordnet (91%).
  • Es gab 26 Gewalttaten. 9% aller flüchtlingsfeindlichen Straftaten sind Gewalttaten.

Antiziganistische Straftaten 2024

  • Anstieg von 22 in 2023 auf 30 in 2024 (36%)
  • Die meisten Straftaten wurden der PMK Rechts zugeordnet.

Queerfeindliche Straftaten 2024

  • Anstieg von 121 auf 203 in 2024 (68%)
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Rechtsextreme Straftaten im Kreis Coesfeld

Deppermann: "78 rechtsextreme Straftaten im Kreis Coesfeld im Jahr 2024 - Der Rechtsextremismus ist eine große und wachsende Gefahr für unsere Demokratie."

24.03.2025

Die Polizei hat im Jahr 2024 im Kreis Coesfeld 78 politisch rechts motivierte Straftaten erfasst. Im vorherigen Jahr 2023 waren es noch 64 politisch rechts motivierte Straftaten. Die Zahlen hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen beim nordrhein-westfälischen Innenministerium abgefragt. Landesweit sind die politisch rechts motivierten Straftaten in NRW um rund 59 Prozent auf einen Höchststand von 5.641 Straftaten seit der Einführung des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes zur politisch motivierten Kriminalität gestiegen (2023 waren es 3.549).

"Die hohe Zahl der rechtsextrem motivierten Straftaten ist alarmierend. Es ist beschämend und muss ein Weckruf sein, dass auch hier bei uns im Kreis Coesfeld die Zahl der Taten gestiegen ist", sagt Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz. "Neben einer konsequenten Strafverfolgung müssen wir uns alle Hass und Hetze immer und überall entgegenstellen. Bei uns in Coesfeld darf kein Platz für Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sein."

In ganz NRW ist die Zahl antisemitischer Straftaten massiv um 27 Prozent (547 in 2023, 695 in 2024) gestiegen. Es wurden 26 Prozent (269 in 2023, 338 in 2024) mehr islamfeindliche Straftaten verübt und 68 Prozent mehr queerfeindliche Straftaten erfasst (121 in 2023, 203 in 2024).

"Jeden Tag werden in NRW 15 rechtsextreme Straftaten begangen. Seit 2001 das Erfassungssystem für politisch motivierte Kriminalität eingeführt wurde, hat es nie so dramatisch hohe Zahlen gegeben wie heute", sagt Deppermann weiter. "Das zeigt: Der Rechtsextremismus ist weiterhin die größte und eine wachsende Gefahr für unsere Demokratie. Diese Angriffe treffen unsere Mitmenschen, Kollegen und Freunde. Wir müssen als Gesellschaft diese Gewalt und Menschenfeindlichkeit stoppen. Hierbei muss uns auch klar sein: Der Rechtsextremismus kommt heutzutage nicht mehr nur in Bomberjacke und Springerstiefel daher, sondern auch mit subtilen Freizeitangeboten."

Die Grüne Landtagsfraktion erfragt seit 2011 jährliche Details zur politisch motivierten Kriminalität rechts sowie zu einzelnen Phänomen der Hasskriminalität ab. Hier eine Kurzauswertung für ganz NRW für das 2024:

Politisch rechts motivierte Kriminalität (PMK Rechts) 2024

  • Anstieg von 3.549 Straftaten in 2023 auf 5.641 in 2024
  • Gewalttaten gestiegen (2023: 116, 2024: 154)
  • Die meisten Gewalttaten sind Körperverletzungsdelikte: 145 von 154 (94%)
  • Anstieg der Hasskriminalität von 1.432 auf 2.049 (43%)
  • Starke Zunahme an Straftaten gegen den Staat, seine Einrichtungen und Symbolik von 499 auf 1.611 (223%)

Antisemitische Straftaten 2024

  • Anstieg von 547 in 2023 auf 695 im Jahr 2024 (27%)
  • Etwa 50% der Straftaten werden der PMK Rechts zugeordnet. 22% der Straftaten werden der PMK ausländische Ideologie sowie 14% der PMK religiöse Ideologie zugeordnet. In den vorherigen Jahren waren die antisemitischen Straftaten immer zum größten Teil der PMK Rechts zugeordnet.
  • Es gab 16 Gewaltdelikte. 2,3% aller antisemitischen Straftaten sind Gewalttaten.

Islamfeindliche Straftaten 2024

  • Anstieg von 269 in 2023 auf 338 in 2024 (26%)
  • Die meisten Straftaten werden der PMK Rechts zugeordnet (80%)
  • Es gab 14 Gewaltdelikte. 4% aller islamfeindlichen Straftaten sind Gewalttaten.

Flüchtlingsfeindliche Straftaten 2024

  • Anstieg von 258 in 2023 auf 279 in 2024 (8%)
  • Die meisten Straftaten werden der PMK Rechts zugeordnet (91%).
  • Es gab 26 Gewalttaten. 9% aller flüchtlingsfeindlichen Straftaten sind Gewalttaten.

Antiziganistische Straftaten 2024

  • Anstieg von 22 in 2023 auf 30 in 2024 (36%)
  • Die meisten Straftaten wurden der PMK Rechts zugeordnet.

Queerfeindliche Straftaten 2024

  • Anstieg von 121 auf 203 in 2024 (68%)

Zahl der Straftaten 2024 (Vorjahr in Klammern) für den Kreis Coesfeld:

  • Ascheberg 11 (4)
  • Billerbeck 4 (0)
  • Coesfeld 6 (14)
  • Dülmen 22 (26)
  • Havixbeck 1 (3)
  • Lüdinghausen 7 (5)
  • Nottuln 14 (3)
  • Nordkirchen 3 (1)
  • Olfen 1 (0)
  • Rosendahl 1 (0)
  • Senden 8 (8)
  • Gesamt 78 (64)
Photo: Shelby Miller on Unsplash (https://unsplash.com/photos/2yP4DHc97G4)

Girls‘ Day am 03. April im Landtag - jetzt bewerben!

25.02.2025

Am 03.04.2025 findet der diesjährige Girls‘ Day statt. Der "Girls‘ Day" ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufs- und Studienorientierung. Er gibt Schülerinnen ab der fünften Klasse die Möglichkeit, einen Einblick in verschiedene Berufe und Arbeitsbereiche zu gewinnen, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind.

Auch Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Coesfeld, bietet einen Platz zum Girls’ Day an. Die Teilnehmerinnen erwartet ein buntes Rahmenprogramm im Landtag in Düsseldorf, wie z.B. eine Führung durch das Gebäude, Kennenlernen der parlamentarischen Strukturen und Diskussionsrunden. Dabei wird großer Wert daraufgelegt, dass die jungen Frauen ihre eigenen Themen und Forderungen einbringen sowie praktische Erfahrungen sammeln können.

Genderqueere Jugendliche sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos und beinhaltet auch die Verpflegung.

Bewerbungen unter dorothea.deppermann.wk@landtag.nrw.de sind bis zum 21.03.2025 möglich.

Zum Hintergrund:

Im Landtag NRW ist die Grüne Fraktion die Einzige mit einem Frauenanteil über 50 Prozent. Insgesamt ist nur jedes dritte Mitglied des Landtags weiblich. Der Girls‘ Day soll deshalb dazu beitragen, alle Geschlechter für Politik und öffentliches Engagement zu begeistern und dazu ermutigen, auch selbst politisch aktiv zu werden.

Fastnachtskumpanei "Die Wiedertäufer am Buddenturm" zu Gast beim Närrischen Landtag

20.02.2025

Der Präsident des Landtags, André Kuper, hat am vergangenen Dienstag, 18. Februar 2025, mehr als 1.666 karnevalistische Gäste, darunter mehr als 166 Prinzenpaare, Dreigestirne, Prinzessinnen und Prinzen im Parlament von Nordrhein-Westfalen empfangen.

Rheinland, Westfalen oder Lippe - das Herz des nordrhein-westfälischen Karnevals schlug für einen Tag beim Närrischen Landtag: André Kuper lud zur großen karnevalistischen Abendveranstaltung mit einem bunten Programm aus Musikgruppen, Fanfarenzügen und Tanzgruppen aus allen Landesteilen Nordrhein-Westfalens in die Bürgerhalle ein. Mit Helau und Alaaf feierte der Landtag Nordrhein-Westfalen das närrische Brauchtum. Dorothea Deppermann, Landtagsabgeordnete der Grünen / Bündnis 90 freute sich insbesondere, dass die Fastnachtskumpanei "Die Wiedertäufer am Buddenturm" ihrer Einladung folgte und sie gemeinsam beim Närrischen Landtag feierten.

17 verdienten Karnevalistinnen und Karnevalisten verlieh Präsident André Kuper zudem die Auszeichnung "Würdigung des Brauchtums".

"Der Karneval in Nordrhein-Westfalen ist mehr als nur Brauchtum - er ist ein lebendiger Ausdruck unserer Identität, unserer Kultur und unseres Miteinanders. In einer Welt, die von Krisen wie dem Krieg in der Ukraine und den Spannungen im Nahen Osten erschüttert wird, pflegen wir vor Ort Gemeinschaft, Freude und Brauchtum. Der Karneval ist in allen Regionen unseres Landes verwurzelt. Und das ist den vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern zu verdanken, die mit Leidenschaft und Hingabe das Brauchtum bewahren."

Umso erfreuter ist Dorothea Deppermann, dass sie eine der ältesten münsterschen Karnevalsgesellschaften im Landtag begrüßen durfte, die mit König Jan Ralf I. und seinen Gefolgsleuten einmal mehr zeigte, dass Karneval für alle da ist und die Gesellschaft zusammenbringt.

NRW fördert Europa-Engagement in Münster

06.02.2025

Mit der Initiative Europa-Schecks unterstützt die NRW-Landesregierung Projekte, die Europa und europäische Werte vor Ort erlebbar machen. In der ersten Förderrunde sind gleich zwei Vorhaben aus Münster dabei: Ein "Aktionsprogramm Europa" als Teil eines Jugendbesuchs aus Münsters ukrainischer Partnerstadt Winnyzja sowie verschiedene Aktionen zur Europawoche an Münsteraner Schulen inklusive eines Europaabends am 08. Mai. Münster kann sich dank der Unterstützung der Landesregierung also auf spannende europäische Tage im Frühjahr freuen.

Dazu die Grünen Landtagsabgeordneten Robin Korte und Dorothea Deppermann:

"Gerade in Zeiten, in denen das freie und demokratische Europa inneren und äußeren Angriffen ausgesetzt ist, ist es wichtig, das Engagement für europäische Werte zu fördern. Die Landesinitiative Europa-Schecks ist deshalb ein wichtiges Projekt, das den Europagedanken vor Ort stärkt. Das niedrigschwellige Angebot unterstützt Organisationen und Personen dabei, ihre kreativen Projektideen in die Tat umzusetzen. Wir ermutigen deshalb alle Europa-Engagierten, sich die Teilnahmebedingungen anzusehen und einen Online-Antrag zu stellen. Die nächste Bewerbungsrunde läuft bereits."

Zum Hintergrund:

Zum ersten Stichtag für das Haushaltsjahr 2025 haben insgesamt 54 Antragstellende in ganz NRW eine Zusage und im Durchschnitt rund 6000 Euro Unterstützung für ihr Projekt erhalten. Insgesamt waren über 120 Anträge eingegangen. Die Stadt Münster war dabei gleich mit zwei Projekten erfolgreich:

Das "Aktionsprogramm Europa" soll im Rahmen eines einwöchigen Jugendbesuchs aus Winnyzja, Münsters Solidaritätspartnerstadt in der Ukraine stattfinden. Über ein erlebnispädagogisches Programm sollen mit den Jugendlichen europäische Werte diskutiert werden.

Außerdem sind innerhalb der Europawoche 2025 unter anderem ein Projekttag für Schülerinnen und Schüler sowie Filmvorführungen des Dokumentarfilms "Surf on, Europe!" an Münsteraner Schulen geplant. Am 08. Mai soll ein Europaabend zivilgesellschaftlichen Akteuren verschiedene Facetten und Perspektiven der EU näherbringen.

Ausführliche Informationen zu der Landesinitiative Europa-Schecks sowie das Antragsformular sind unter www.europaschecks.nrw abrufbar.

"Ein Rucksack voll Hoffnung" nominiert für den Engagementpreis NRW 2025

01.02.2025

Das Projekt "ein Rucksack voll Hoffnung Münster" wurde 2014 von zwei Menschen, die noch zur Schule gingen, gegründet, um bedürftige Menschen zu unterstützen und deutlich zu machen, dass sie Teil der Gesellschaft sind. Also gründeten sie kurzerhand den Verein “ein Rucksack voll Hoffnung” und bedachten Menschen mit gut vollgepackten Rucksäcken.

Daraus ist mittlerweile viel mehr geworden. Direkt am Domplatz finden Treffs statt und werden auch Beratungen angeboten. Und demnächst wird es auch in zentraler Lage ein Café geben, in der sich auch andere Vereine oder Organisationen treffen können, um gemeinsam ein umfängliches Angebot gestalten zu können.

Dies Engagement honoriert das Land NRW und hat den Verein in die Vorauswahl für den Engagementpreis aufgenommen.

Soziale Gerechtigkeit ist auch wesentliche Forderung in der politischen Arbeit. Daher nahmen die Bundestagskandidatin der Grünen, Sylvia Rietenberg, und Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete aus Münster, dies zum Anlass, sich mit dem Verein hierüber auszutauschen.

"Der Verein ein Rucksack voll Hoffnung zeigt auf beeindruckende Art, wie wichtig es
ist, wenn Menschen sich für andere Menschen einsetzen und wie daraus etwas dem
Gemeinwohl zugutekommt Solche Initiativen müssen auch zukünftig belohnt und
unterstützt werden. Sie sind so wichtig für den Erhalt unserer Demokratie", so Sylvia Rietenberg, Kandidatin der Grünen für den Bundestag und Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion in Münster.

"Die Nominierung ist eine Anerkennung für das herausragende Engagement des Vereins. Der Verein zeigt, dass aus einer kleinen Idee, etwas großartiges erwachsen kann.", ergänzt Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete aus Münster.

Zum Hintergrund:

Ende des Jahres 2025 werden aus den zwölf nominierten Projekten die Trägerinnen und Träger des Engagementpreises NRW 2025 ausgewählt. Die Auswahl erfolgt durch eine Online-Abstimmung, an der Interessierte teilnehmen können, sowie durch eine Jury. Zusätzlich werden ein Sonderpreis der NRW-Stiftung und ein Sonderpreis des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen vergeben. Jedes der vier ausgewählten Projekte erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, zusätzlich zu den jetzt bereits verliehenen 1.000 Euro Anerkennungsgeld.