Pressemitteilungen

Lagebild Islamismus 2024: Islamistische Netzwerke auch im Münsterland

15.05.2024

Das neu eingeführte Lagebild Islamismus des Ministeriums des Innern zeigt, dass das Münsterland einen regionalen Schwerpunkt für islamistische Aktivitäten darstellt. Das Verbot des Imam Mahdi Zentrums im Jahr 2022 sowie die Präsenz radikaler Prediger wie Dehran Asanov und Efstathios Tsiounis verdeutlichen das Ausmaß der Netzwerke in unserer Region. Im November 2023 fanden Durchsuchungen bei Unterstützern des Terrornetzwerks Hamas in Münster statt. Laut Verfassungsschutzbericht 2023 hat die seit 2003 mit einem Betätigungsverbot belegte Islamische Befreiungspartei (Hizb ut-Tahrir, HuT) einen regionalen Schwerpunkt im Münster.

Besonders alarmierend ist die zunehmende Nutzung der sozialen Medien durch Islamist*innen zur gezielten Ansprache von Jugendlichen, was eine verstärkte Verfolgung durch die Sicherheitsbehörden erfordert.

"Ein umfassendes Lagebild ist von entscheidender Bedeutung, um die Situation transparent darzustellen und faktenbasierte politische Entscheidungen zu treffen. Auf europäischer Ebene zeigen diese Entwicklungen, wie wichtig die Umsetzung des Digital Services Act ist, um auch die Plattformbetreiber in die Pflicht zu nehmen und der Bedrohung effektiv entgegenzuwirken", betont Dorothea Deppermann, Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld, Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW.

"Ausstiegsprogramme wie ,Wegweiser' sind unbedingt sinnvoll, um Betroffenen eine Alternative zum Islamismus zu bieten und präventiv zu handeln. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, zwischen Islamismus und dem Islam zu unterscheiden, um die Vielfalt innerhalb der muslimischen Gemeinschaften anzuerkennen und sie nicht zu stigmatisieren. Wie in allen anderen Communities finden sich auch unter muslimisch sozialisierten Menschen Liberale und Konservative wie Radikale und Populisten. Wir sollten muslimische Communities als Teil der Lösung zur Bekämpfung des Islamismus sehen, leiden doch muslimisch gelesene Menschen allzu oft selbst am meisten unter Islamisten", fügt Moritz Meier, Sprecher der AG Migration, hinzu.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Statement von Dorothea Deppermann MdL zum AfD-Urteil

13.05.2024

Zur gerade erfolgten Entscheidung des OVG Münster, dass die AfD rechtsextremistischer Verdachtsfall bleibt, erklärt Dorothea Deppermann MdL, direkt gewählte grüne Abgeordnete für Münster, Nottuln und Havixbeck sowie Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz in der grünen Landtagsfraktion:

"Die deutliche Bestätigung des Oberverwaltungsgerichts in Münster, dass die Einstufung der AfD inklusive der Jugendorganisation (JA) als rechtsextremer Verdachtsfall rechtens war, ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Rechtsextremismus. Die AfD ist ganz eindeutig eine rechtsextreme Partei, die rassistische, antisemitische und andere menschenverachtende Positionen vertritt. Es ist wichtig, dass die Sicherheitsbehörden und insbesondere der Verfassungsschutz als Frühwarnsystem rechtsextreme Bestrebungen genau beobachten. Nachdem die Einstufung als Verdachtsfall durch das Gericht bestätigt wurde, ist die Prüfung einer weitergehenden Einstufung als gesichert rechtsextreme Bestrebung durch die Verfassungsschutzämter von Bund und Ländern der nächste konsequente Schritt."

Für Rückfragen und ein direktes Gespräch steht Frau Deppermann nach Absprache gerne zur Verfügung.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Gemeinschaft aktiv gestalten: "Entwicklungswerkstatt" im Kreis Coesfeld

25.04.2024

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert in die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Der Kreis Coesfeld ist eine von 17 Kommunen, die an der "Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien" (EWS) teilnehmen. In der EWS werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunalverwaltung eineinhalb Jahre für die Entwicklung maßgeschneiderter Strategien und Strukturen geschult, um das Engagement im Kreis Coesfeld nachhaltig zu fördern.

Dennis Sonne, Grüner Landtagsabgeordneter für Coesfeld:

"Die Teilnahme des Kreises Coesfeld an dieser Entwicklungswerkstatt ist eine wichtige Chance, innovative Ansätze zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements zu verfolgen und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürger*innen zu intensivieren."

Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Coesfeld:

"Bürgerschaftliches Engagement ist von unschätzbarem Wert für das Gemeinwohl und unsere Demokratie. Ich bin gespannt darauf, die Ergebnisse der Entwicklungswerkstatt zu sehen und die positiven Auswirkungen auf den Kreis Coesfeld zu verfolgen."

Zum Hintergrund:

Für die fünfte Entwicklungswerkstatt stellt das Land eine Förderung von rund 130.000 Euro bereit.

Deppermann: Bedrohung für unsere vielfältige demokratische Gesellschaft ist hoch

19.04.2024

Zum heute vorgestellten NRW-Verfassungsschutzbericht erklärt Dorothea Deppermann, Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld, Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW:

"Der Verfassungsschutzbericht 2023 zeigt: Unsere vielfältige demokratische Gesellschaft ist bedroht durch menschenverachtende Ideologien, Verschwörungsmythen und Desinformation. Die größte Gefahr geht weiterhin vom Rechtsextremismus aus. Auch die Correctiv Recherche hat Anfang des Jahres sehr deutlich gemacht, was die Neue Rechte meint, wenn sie von ‚Remigration‘ spricht: Die massenhafte Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte, und zwar unabhängig vom Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft. Das ist eine konkrete Gefahr nicht nur für die Betroffenen, sondern für unsere gesamte Gesellschaft. Deshalb ist das deutliche Zeichen, das von vielen Demonstrationen zu Beginn des Jahres ausgegangen ist, so wichtig. Neben der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit rechtsextremen und menschenverachtenden Ideologien, sind auch die Sicherheitsbehörden in der Pflicht, konsequent gegen rechtsextrem motivierte Straftaten vorzugehen und die Szene genau zu beobachten. Unsere Demokratie ist wehrhaft. Die AfD muss bundesweit als gesichert rechtsextreme Bestrebung vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Besorgniserregend ist die deutliche Zunahme antisemitischer Straftaten, die nicht nur eine direkte Bedrohung für Jüdinnen und Juden darstellen, sondern auch die Grundfesten unserer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft angreifen. Der 7. Oktober ist eine Zäsur. Der schreckliche Anschlag auf Israel durch die terroristische Hamas hat uns alle tief erschüttert. Dass Jüdinnen und Juden hier in NRW nun in ihrer Sorge und Trauer um die Menschen in Israel auch noch Antisemitismus erfahren, ist unerträglich. Wir stehen an der Seite der Jüdinnen und Juden in NRW. Deshalb haben wir mehr Mittel für den Schutz von Synagogen und jüdischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt und die Präventionsarbeit gegen Antisemitismus gestärkt.

Die Gefahr des gewaltbereiten Islamismus ist noch lange nicht gebannt. Auch wenn die Anschlagsplanungen und -versuche der vergangenen Jahre in NRW vereitelt werden konnten, gibt es weiterhin eine abstrakte Gefährdungslage, die keinesfalls zu unterschätzen ist. Gerade die islamistische Terrorgruppe ISPK versucht derzeit gezielt junge Menschen für terroristische Taten in Deutschland zu akquirieren. Hier müssen die Sicherheitsbehörden die Szene weiterhin genau beobachten und konsequent einschreiten. Bestehende Präventions- und Interventionsangebote, wie die Wegweiser Beratungsstellen, bieten wichtige Unterstützung im Umgang mit Islamismus an. Da zunehmend auch das Netz und die sozialen Medien eine große Rolle bei der Radikalisierung gerade auch von jungen Menschen spielen, muss auch hier die Präventionsarbeit ansetzen. In einem ersten Schritt ist es gut, dass Wegweiser seit November vergangenen Jahres auch online Beratungen anbietet. Zudem wollen wir als schwarz-grüne Koalition ein Update für die digitale Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung, um aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und anderen menschenverachtenden Ideologien sowie Desinformationen und Demokratiefeindlichkeit entgegenzuwirken.

Gerade in Anbetracht der anstehenden wichtigen Wahlen müssen die festgestellten Cyberangriffe und Versuche der Einflussnahme aus dem Ausland aufhorchen lassen. Insbesondere mit Blick auf die vor uns liegenden Großereignisse wie die Fußball-EM ist es wichtig, dass die Sicherheitsbehörden alle Entwicklungen im Blick behalten."

Foto: Leo Draeger

Vorschläge gesucht: Internationaler Preis für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit Bonn

15.04.2024

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Trägerverein "Internationaler Demokratiepreis Bonn" haben den "Internationalen Preis für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit Bonn" ins Leben gerufen. Dieser Preis würdigt besondere Verdienste beim Engagement für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld und Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz:

"Demokratie ist auf den Einsatz von uns allen angewiesen - heute mehr denn je. Als essenzielle Säulen unserer Gesellschaft verdient der Einsatz für unsere Demokratie und Rechtsstaatlichkeit höchste Anerkennung. Ich ermutige Sie dazu, Personen vorzuschlagen, die mit ihrem Wirken zur Stärkung und Verteidigung dieser Grundprinzipien beitragen."

Zum Hintergrund:

Mitglieder der Landesregierung, des Landtags, des Kuratoriums des "Internationalen Preises für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit Bonn" sowie zivilgesellschaftliche Vertreter*innen können Vorschläge einbringen. Auch natürliche oder juristische Personen sind zur Einreichung berechtigt. Vorschläge müssen schriftlich und nachvollziehbar begründet werden. Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt durch eine Findungskommission.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Diskussion mit der Grünen Fraktionsvorsitzenden Haßelmann zu Jugendpartizipation in Münster

12.04.2024

Am kommenden Mittwoch, den 17.04., wird die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann, an einer Podiumsdiskussion zum Thema Jugendpartizipation teilnehmen. Unter dem Titel "Gesenktes Wahlalter und mehr Mitbestimmung: Wie und wo junge Menschen in unserer Demokratie mitreden können" wird Haßelmann mit Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster, Havixbeck und Nottuln und Sprecherin für Demokratie, und Lorenzo Peuser, Mitglied des Jugendrats der Stadt Münster, diskutieren.

Zentrale Themen der Veranstaltung werden die Möglichkeiten für junge Menschen, sich politisch einzubringen, und das gesenkte Wahlalter zur Europawahl sein. Auch die Frage, welche Zukunftsinvestitionen notwendig sind, um jungen Menschen eine positive Perspektive zu bieten, wird auf der Veranstaltung diskutiert werden.

Moderiert wird die von den Münsteraner Grünen organisierte Veranstaltung vom Grünen Europaparlamentskandidaten Philipp Mathmann.

Sie beginnt um 16:30 Uhr im Jugendgästehaus Aasee. Alle Interessierten sind herzlich bei der Veranstaltung willkommen und der Eintritt ist frei.

Photo: Shelby Miller on Unsplash (https://unsplash.com/photos/2yP4DHc97G4)

Förderchance für Sportvereine: Jetzt bewerben!

10.04.2024

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt in einer Initiative über 8,8 Millionen Euro zur Unterstützung der sportlichen Vielfalt bereit. Von dieser beeindruckenden Summe profitieren auch Sportvereine direkt hier in Münster, indem sie finanzielle Unterstützung für ihre wertvolle Arbeit beantragen können.

"Die Förderprogramme bieten eine fantastische Chance, die Vielfalt und Reichweite unserer Sportangebote vor Ort weiter zu verbessern. Sie erkennen die harte Arbeit und das Engagement unserer Übungsleiter*innen an und unterstützen Projekte, die einen echten Unterschied in unserer Gemeinschaft machen", betont Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster.

Und Klaus Rosenau, sportpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, ergänzt:

"Münsters vielfältige Sportvereine leisten großartige Arbeit - besonders im Bereich der Integration. Im Verein lernen Kinder und Jugendliche, dass man im Team am stärksten ist, dass Regeln und deren Einhaltung wichtig sind und dass man gemeinsam siegt oder verliert. Von der Verzahnung der Vereine mit Ganztagsangeboten in Schulen und Kitas können beide Seiten profitieren. Gut, dass die Landesregierung diese Verzahnung fördert."

Zum Hintergrund:

Die Förderung verteilt sich auf zwei Hauptprogramme: Die "Förderung der Übungsarbeit in Sportvereinen" mit einem Budget von 7,56 Millionen Euro und das Programm "1.000 x 1.000 - Anerkennung für den Sportverein", das mit 1,25 Millionen Euro ausgestattet ist. Ersteres zielt darauf ab, die entscheidende Rolle der Übungsleiterinnen und Übungsleiter zu stärken, während das zweite Programm Sportvereine für innovative Projekte in Bereichen wie dem Ganztagsschulangebot, Kindergartensport, sowie Integration und Inklusion auszeichnet.

Anträge können ab sofort gestellt werden: https://foerderportal.lsb-nrw.de.

Münsteraner Jugend räumt bei "Jugend forscht" ab

22.03.2024

Großartige Neuigkeiten vom Forschungsnachwuchs aus Münster: Gleich drei Münsteraner Schulgruppen belegen den ersten Platz in ihren Kategorien in der 59. Landeswettbewerbsrunde "Jugend forscht".

Dorothea Deppermann und Robin Korte, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster:

"Die Schüler*innen aus Münster haben bei 'Jugend forscht' beeindruckend das diesjährige Motto 'Mach dir einen Kopf' gelebt. Ihre Fähigkeit, innovative Gedanken zu entwickeln und diese erfolgreich in Projekten umzusetzen, ist inspirierend und vielversprechend für die Zukunft. Herzlichen Glückwunsch für diesen herausragenden Erfolg und alles Gute für das jetzt anstehende Bundesfinale!"

Folgende Projekte aus Münster konnten sich beim Landeswettbewerb durchsetzen:

Physik

  • Felix Freddy Weihermann, Jonas Umpfenbach, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Münster
  • Thema: Ist eine Magnetschwebeahn mithilfe von rotierenden Halbach-Arrays möglich?

Biologie

  • Malte Cox, Leo Roer, Beeke Drechsler, Städtisches Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Münster
  • Thema: Plastic: Revolution - plastikfressende Mikroorganismen

Geo- und Raumwissenschaften

  • Jonas Moritz Wewel, Gymnasium Paulinum, Münster
  • Thema: Die Bestimmung der differentiellen Rotation der Sonne anhand von Sonnenflecken

Zum Hintergrund:

In Nordrhein-Westfalen nahmen 654 Jugendliche und junge Erwachsene mit 370 Projekten an der 59. Wettbewerbsrunde von "Jugend forscht" teil. Der Wettbewerb richtet sich an 15- bis 21-Jährige in verschiedenen Fachgebieten. Die Landessieger*innen qualifizieren sich für das Bundesfinale vom 30. Mai bis 2. Juni 2024 in Heilbronn.

meet!-Mercator Europa Tour 2024: Jetzt bewerben und im Sommer Europa entdecken!

19.03.2024

Die meet!-Mercator Europa Tour 2024 bietet Abiturient*innen, Studienanfänger*innen und Auszubildenden aus Nordrhein-Westfalen die einzigartige Gelegenheit, im Sommer Europa zu erkunden. Durch mehrere Veranstaltungen in Städten wie Tallinn, Berlin und im Ruhrgebiet tauchen Teilnehmer*innen in internationale Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung und Außen- und Sicherheitspolitik ein.

"Der Austausch junger Menschen und ihre Einbindung in internationale Themen sind unerlässlich. Begegnungen fördern Verständnis, Zusammenarbeit und eine zukunftsorientierte Perspektive", lobt Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld.

"Die Zukunft liegt in den Händen der jungen Generation. Durch das Entdecken Europas wird die europäische Gemeinschaft nachhaltig gestärkt, denn nur gemeinschaftlich können wir Herausforderungen aktiv angehen und innovative Lösungen finden", so Philipp Mathmann, Grüner Europakandidat.

Zum Hintergrund:

Das Angebot richtet sich an junge Menschen, die bisher keine längere Auslandserfahrung sammeln konnten und als Erste in ihrer Familie das Abitur erreicht haben oder studieren. Das Programm ist kostenfrei: Reise, Unterkunft, Verpflegung, Versicherungen und Programm werden von der Stiftung Mercator finanziert.

Die Bewerbungsfrist endet am 14. April. Bewerbungen erfolgen digital unter: https://application.meet-europa.de.

Rückblick: Stadtspaziergang zum Thema Sicherheit im öffentlichen Raum

12.03.2024

Fast jede Frau kennt das Gefühl der Unsicherheit im öffentlichen Raum. Anlässlich des Internationalen Frauentags hatten die Grünen zu einem feministischen Stadtspaziergang eingeladen, um darüber zu sprechen, wo und warum sich Frauen in der Stadt unsicher fühlen und was dagegen getan werden kann. Organisiert und begleitet wurde der Rundgang von Dorothea Deppermann (Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld), Andrea Blome (gleichstellungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion Münster), Lena Ilsemann (Frauenpolitische Sprecherin, GRÜNE Münster) und begleitet von Lisa Marie Tubies (Nachtbürgermeisterin der Stadt Münster).

Versperrte Gehwege oder Baustellen, an denen gefahrloses Ausweichen nicht möglich ist, schlecht beleuchtete Tunnel, dunkle Seitenstraßen oder nicht beleuchtete Bushaltestellen, größere Menschengruppen vor Kneipen oder an Kiosken, verbale Belästigung – die Teilnehmerinnen schilderten zahlreiche Beispiele, wo sie sich unsicher, bedrängt oder bedroht fühlen. Neben Ideen für städtebauliche Maßnahmen im Sinne des so genannten Gender Planning wurde im Rahmen des Spaziergangs auch auf konkrete Angebote wie das FrauenNachtTaxi oder die Kampagne „Luisa ist hier“ des Frauennotruf Münster e.V. hingewiesen.

Dorothea Deppermann: "Bei der Diskussion über Sicherheit ist es sehr wichtig, dass neben Statistiken und Zahlen auch persönliche Eindrücke von Frauen in bestimmten Situationen in die politische Entscheidungsfindung mit einfließen."

Andrea Blome: "Wer sich im öffentlichen Raum nicht sicher fühlt, bleibt im Zweifel zuhause und schränkt den eigenen Radius ein. Im Sinne der Teilhabe aller muss auch das individuelle Sicherheitsgefühl ein relevanter Maßstab von Planungsprozessen sein."

Sichtbarkeit für Lohnungleichheiten zwischen Männern und Frauen

07.03.2024

Anlässlich des Equal Pay Days am 6. März hat das von Josefine Paul (GRÜNE) geführte Gleichstellungsministerium NRW gemeinsam mit IT.NRW den Lohnatlas NRW vorgestellt. Durch den Lohnatlas werden Unterschiede im Gehalt von Frauen und Männern in NRW je nach Branchen und Regionen differenziert frei im Internet sichtbar.

Dorothea Deppermann, grüne Abgeordnete im Landtag NRW für Münster und Coesfeld sagt dazu:

"Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben zu erreichen, dass Frauen und Männer in allen Branchen für gleiche Arbeit die gleiche Bezahlung erhalten. Der unbereinigte Lohnabstand liegt in NRW bei 10%. Das ist immer noch zu hoch. Ich begrüße die Einführung des Lohnatlasses sehr und bin sicher, dass die Transparenz dieser Zahlen die Grundlage für mehr Gleichstellung schaffen wird."

Dazu ergänzt Andrea Blome, gleichstellungspolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion Münster:

"Im Münsterland liegt der unbereinigte Lohnabstand aktuell bei 12 %, bei den Dienstleistungen ist der Lohnabstand mit 29 % besonders extrem. Die Ursachen sind vielfältig: Sie haben mit faktischen Gehaltsunterschieden bei gleichwertiger Arbeit zu tun. Sie sind aber auch in einer geschlechtsspezifischen Berufswahl begründet, wenigen Frauen in Führungspositionen und einer enorm hohen Teilzeitquote unter Frauen, die Aufstiege mit entsprechenden Vergütungen erschwert. Auf kommunaler Ebene lohnt es sich, sehr gezielt in Aufstiege von Frauen zu investieren und trotz der gegenteiligen Anreize etwa durch das Ehegattensplitting immer wieder für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen zu werben."

Zum Hintergrund:

Der Lohnatlas NRW zeigt erstmals, wo in den unterschiedlichen Regionen NRWs Lohnungleichheiten zwischen den Geschlechtern bestehen und wie die Lohnungleichheiten je nach Wirtschaftszweig variieren.

Bisher sind die Daten für NRW und die verschiedenen Regionen abrufbar. Der Lohnatlas wird stetig aktualisiert und in den kommenden Monaten wird er um die Daten auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte ergänzt werden.

Hier geht es zum Lohnatlas NRW: https://url.nrw/Lohnatlas

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Coesfelds Straßen profitieren vom Landesstraßenerhaltungsprogramm NRW

27.02.2024

Zwei Landesstraßen in Coesfeld profitieren von Sanierungsmaßnahmen gefördert durch das Landesstraßenerhaltungsprogramm NRW. Das Programm setzt konsequent das im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vereinbarte Prinzip "Erhalt vor Neubau" um.

Auf der Strecke zwischen Senden-Bösensell und Münster-Albachten wird eine Querschnittsumgestaltung durch das Programm gefördert. Zwischen Havixbeck und Roxel wird die Fahrbahndecke erneuert sowie ein Radweg saniert.

Genauere Daten können der untenstehenden Tabelle entnommen werden.

Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Coesfeld sagt dazu: "Eine intakte Infrastruktur ist für die Menschen und die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen enorm wichtig. Ich begrüße es sehr, dass dieses Jahr Rekordsummen in das Landesstraßenerhaltungsprogramm investiert werden und freue mich, dass auch mein Wahlkreis davon profitiert."

Zum Hintergrund:

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer stellte am 26. Februar das Landesstraßenerhaltungsprogramm 2024 vor und sieht dafür eine Rekordsumme in Höhe von 220 Mio. Euro vor. Neben der Sanierung von Landstraßen und Radwegen fließen knapp 145 Mio. Euro in 151 Einzelprojekte an Fahrbahnen, Brücken, Tunneln und weiteren Anlagenteilen.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Erfolg für die Münsteraner Start-up-Szene: Unternehmen aus Münster erhält Förderung von Scale-up.NRW

22.02.2024

Die clockin GmbH, ein Start Up aus Münster, wurde für die Förderung durch das Landesprogramm Scale-up.NRW ausgewählt. Das Münsteraner Unternehmen unterstützt kleine und mittlere Unternehmen per App bei der Digitalisierung. Zudem soll die App den Unternehmen dabei helfen die Prozesse mit den Mitarbeiter*innen zu optimieren. Das Unternehmen war eins von 200 Start Ups, dass sich für das Programm beworben hatte und konnte die Jury schlussendlich von sich überzeugen.

Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld, sagt dazu: "Ich freue mich sehr darüber, dass auch ein Münsteraner Unternehmen durch das Land NRW gefördert wird. Die clockin GmbH spricht für den Wirtschaftsstandort Münster. Die Förderung von innovativen Start Ups ist eine wichtige Investition in die Zukunft."

Zum Hintergrund des Förderprogramms:

13 Start-ups wurden von der Jury ausgewählt und werden ab Mitte März 18 Monate lang intensiv beim Wachstum und der internationalen Expansion begleitet. Das landeseigene Mentoring Programm findet bereits zum dritten Mal statt. Die 13 Start-ups kommen aus verschiedenen Teilen Nordrhein-Westfalens und haben sich in einem mehrstufigen Bewerbungs- und Auswahlprozess durchgesetzt.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Knapp 3,4 Mio. Euro für Nahmobilitätsprojekte im Kreis Coesfeld

16.02.2024

Gute Neuigkeiten für alle Radbegeisterten im Kreis Coesfeld: Das Land Nordrhein-Westfalen investiert mehr als 3,3 Millionen Euro in den Ausbau eines Radweges zwischen Darup und Billerbeck. Zusätzlich wird die Öffentlichkeitsarbeit zur Nahmobilität gefördert, was das Bewusstsein für verschiedene Formen der umweltfreundlichen Fortbewegung stärken wird.

"Die groß angelegte Investition des Landes in den Ausbau des Radweges zwischen Darup und Billerbeck zeigt das klare Bekenntnis zur Förderung nachhaltiger Nahverkehrswege. Diese Investition ist ein wichtiger Schritt hin zu einer umweltfreundlichen Nahmobilität in Coesfeld", so Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Coesfeld.

Zum Hintergrund:

Insgesamt fördert das Verkehrsministerium NRW unter Oliver Krischer 230 Maßnahmen für städtische Nahmobilität mit 73,7 Mio. Euro.

Alle Maßnahmen im Kreis Coesfeld können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Gemeinsame Proteste in NRW für Demokratie und gegen die AfD

18.01.2024

Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld, Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz, erklärt zu den landesweiten Protesten gegen die AfD:

"Das demokratische Recht aller Bürgerinnen und Bürger mitzubestimmen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen, ist mehr als nur ein Aufruf - es ist ein Imperativ. Netzwerke, die unsere Demokratie und Menschenrechte untergraben wollen, dürfen nicht toleriert werden. Die aktuelle Entwicklung weist bedenkliche Parallelen zur Zeit um 1920 auf, als wirtschaftliche Schieflagen den Nationalsozialisten eine Basis bereiteten. Es ist richtig und wichtig, dass die Menschen jetzt alarmiert sind und bei Demonstrationen klare Signale setzen: wir stehen zusammen!

In Zeiten landesweiter Proteste für die Demokratie und gegen rechte Strömungen, wird die Dringlichkeit für die Gesellschaft, geschlossen einzustehen, deutlich. Inhaltliche Differenzen zwischen demokratischen Politiker*innen und Parteien sind legitim und wichtig, doch unser gemeinsamer Wertekompass als Demokrat*innen ist unverhandelbar.

Der Verfassungsschutz spielt hierbei eine entscheidende Rolle als Frühwarnsystem vor möglichen Bedrohungen für unsere demokratischen Strukturen. Er informiert auch die Öffentlichkeit über aktuelle Entwicklungen und berät präventiv. Doch die Gesellschaft darf sich nicht zurücklehnen – es ist unabdingbar, dass wir aktiv werden und uns gemeinsam für eine lebendige demokratische Kultur einsetzen. Unsere demokratische Zukunft hängt von unserem kollektiven Engagement ab, um Freiheit, Gerechtigkeit und Pluralismus zu bewahren und zu fördern."

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

Demokratiekompetenz stärken: Schülerinnen und Schüler sollen das Schulleben aktiver mitgestalten

17.01.2024

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) starten ein wegweisendes Programm zur Stärkung der Demokratiekompetenz an Schulen. Im Zeitraum von 2024 bis 2026 wird ein umfassender Beteiligungsprozess an bis zu 250 Schulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt, zunächst für Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Jahrgangsstufe aller Schulformen.

"In Zeiten herausfordernder gesellschaftlicher Entwicklungen ist das Demokratieprogramm ein entscheidender Schritt, um junge Menschen zu ermutigen, aktiv an der Gestaltung ihrer Gesellschaft teilzunehmen und demokratische Werte zu leben. Ich ermuntere alle Schulen in Münster und Coesfeld sich für dieses wichtige Format zu bewerben", appelliert Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld und Sprecherin für Demokratie und Verfassungsschutz.

Zum Hintergrund:

Durch gezielte Informationen ab März 2024 und eine Online-Bewerbungsphase nach den Osterferien haben Schulen der Sekundarstufe I die Chance, aktiv teilzunehmen.

Nach den Sommerferien können Schülerinnen und Schüler an bis zu 250 Schulen ihre eigene Schule erkunden und Ideen für positive Veränderungen entwickeln, begleitet von Beratungen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) für Lehrkräfte.

Vertiefende Angebote wie Workshops und Barcamp-Formate werden an bis zu 25 Schulen ermöglicht. Die beteiligten Schulen können bis zu 1.000 Euro für Beteiligungsprojekte beantragen, während begleitende pädagogische Fachkräfte Fachimpulse und Austauschmöglichkeiten erhalten.

Der Höhepunkt ist ein Jugendkongress 2026 im Landtag NRW. Etwa 200 Schülerinnen und Schüler können ihre Ideen vorstellen, diskutieren und weiterentwickeln.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

EZ Ehrenamtspreis NRW 2024 - Aufruf zur Bewerbung

15.01.2024

Ehrenamt stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der VEZ Ehrenamtspreis NRW würdigt herausragendes ehrenamtliches Engagement in Nordrhein-Westfalen. Vereine, gemeinnützige Organisationen und Bürgerinitiativen sind eingeladen, sich bis zum 12. Februar 2024 zu bewerben. Die sechs Kategorien, in denen der Preis verliehen wird, umfassen:

  • Bildung
  • Dialog
  • Frauenpower
  • Kultur und Kunst
  • Jugend
  • Einsatz für Geflüchtete, Eingewanderte und Minderheiten

Eine fachkundige Jury wird die Einreichungen nach Kriterien wie gesellschaftlichem Einfluss und dauerhafter Gemeinschaftswirkung bewerten. Die Gewinner*innen erhalten nicht nur finanzielle Preise, sondern die Erstplatzierten jeder Kategorie werden auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Ein zusätzlicher Publikumspreis wird durch ein Online-Voting ermittelt.

"Nordrhein-Westfalen lebt von der Vielfalt und dem unermüdlichen Einsatz seiner Bürgerinnen und Bürger. Der VEZ Ehrenamtspreis NRW 2024 ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, dieses wertvolle Engagement gebührend zu würdigen und zu fördern.", so Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete für Münster und Coesfeld.

Zum Hintergrund:

Seit 2017 vergibt der Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e.V. den Preis mit dem Ziel, gemeinnützige Organisationen, Vereine und Bürgerinitiativen zu fördern und zu würdigen. Weitere Details zum VEZ Ehrenamtspreis finden Sie unter: https://ehrenamtspreis-nrw.de

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

"Netzwerk Münster nachhaltig" nominiert für den Engagementpreis NRW 2024

03.01.2024

Das Projekt "Netzwerk Münster nachhaltig" des Münster nachhaltig e.V. ist unter den zwölf nominierten Projekten für den Engagementpreis NRW 2024. Die Auszeichnung wird unter dem Motto "Nachhaltig engagiert in Nordrhein-Westfalen" von der Landesregierung in Kooperation mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege vergeben und würdigt herausragende ehrenamtliche Initiativen im Gesamtspektrum von Ökologie, Ökonomie und Sozialem. Die nominierten Projekte werden mit 1000 Euro honoriert.

"Die Nominierung des 'Netzwerk Münster nachhaltig' ist eine herausragende Anerkennung für die wichtigen Impulse, die in Sachen Nachhaltigkeit und auch sozialer Teilhabe von Münster ausgehen.", so Dorothea Deppermann, Grüne Landtagsabgeordnete aus Münster.

"Das gemeinsame Streben nach Nachhaltigkeit ermutigt auch andere, sich aktiv für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft in Münster einzusetzen.", so Dr. Leandra Praetzel, Sprecherin für Klima- und Umweltschutz der Grünen Ratsfraktion Münster.

Zum Hintergrund:

Ende des Jahres 2024 werden aus den zwölf nominierten Projekten die vier Trägerinnen und Träger des Engagementpreises NRW 2024 ausgewählt. Die Auswahl erfolgt durch eine Online-Abstimmung, an der Interessierte teilnehmen können, sowie durch eine Jury. Zusätzlich werden ein Sonderpreis der NRW-Stiftung und ein Sonderpreis des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen vergeben. Jedes der vier ausgewählten Projekte erhält ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro, zusätzlich zu den bereits verliehenen 1.000 Euro Anerkennungsgeld.

Foto: Münsterview/Jean-Marie Tronquet

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